24. Juni 2020

Die #SafeSpace Spendenkampagne braucht deine Hilfe!

Die von uns ins Leben gerufene Spendenkampagne #Safespace erfährt derzeit neue Aktualität und wieder sind wir auf eure Hilfe angewiesen.

Das aktuelle Factsheet könnt ihr hier auch als PDF runterladen.
Als Fließtext findet ihr es hier:

Wer wir sind
SLAM ALPHAS ist ein gemeinnütziger Verein, der von Poetry Slammerinnen* und Slam-Veranstalterinnen* aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegründet wurde. Erklärtes Ziel der Vereinsarbeit ist es, Frauen* und Mädchen* im Poetry Slam zu unterstützen, sie untereinander zu vernetzen und gemeinsam mehr Raum in der Slamszene einzunehmen.

#Safespace
Wir möchten, dass sich sowohl auf, als auch hinter den Bühnen alle sicher und wohl fühlen können.
Dafür unterstützen wir im Rahmen der #Safespace Kampagne Workshops und Initiativen, schulen Veranstaltende und sensibilisieren Auftretende und unterstützen auch Frauen*, die von sexualisierter Gewalt oder einer missbräuchlichen Situation im Slamkontext betroffen waren und sind – z.B. durch Vermittlung von Beratungsstellen und Finanzierung von Anwaltskosten.

Was passiert ist
Im Moment sind diese Kampagne und der damit verbundene Spendenaufruf wieder sehr aktuell und drängend.
Ende Juli 2019 hatten verschiedene Frauen den Mut, über ihre Erfahrungen mit schwerem sexuellen Missbrauch nach Slamveranstaltungen zu sprechen. Auf Drängen aus der Szene heraus haben sie in einer szeneinternen Facebookgruppe schließlich die Namen der (mutmaßlichen) Täter genannt. Andere Frauen schlossen sich an und berichteten über ähnliche Erfahrungen – zum Teil mit dem selben Mann.
Einer dieser Männer klagte daraufhin auf Unterlassung.
Für die Betroffenen bedeutete das bisher schon hohen finanziellen, bürokratischen und emotionalen Aufwand, viele Beratungsstunden bei Anwält*innen und letztendlich die Aussage vor Gericht.
Um die Prozess- und Anwaltskosten decken zu können, wird nach den Hauptverhandlungen nun weiterhin Geld benötigt.

Wie viel Geld benötigt wird
Aus der Poetry Slam-Szene wurde seit damals breite Solidarität signalisiert und tatkräftig gespendet. Seit Beginn der Kampagne wurden 43.747,81 Euro gespendet.
Davon wurde im Zuge der Kampagne für vier Fälle 20.367,37 Euro benötigt.
Die im Topf verbleibenden 23.380,44 Euro werden nach realistischen Hochrechnungen nicht ausreichen, um Prozess- und Anwaltskosten für alle Betroffenen übernehmen zu können.
Wir gehen davon aus, dass zusätzlich dazu noch ein mal weitere 20.000 bis 30.000 Euro benötigt werden.

Wir sind überzeugt, dass durch szeneexterne Hilfe, Benefizveranstaltungen und weitere persönliche Spenden auch diese Summe erreicht werden kann und die Betroffenen damit nicht allein gelassen werden.
Eine Spende kann nicht nur helfen, die Kosten abzudecken, die auf die Betroffenen trotz ihrer gerichtlich bescheinigten Glaubwürdigkeit zukommen, sondern ist auch ein wichtiges Zeichen an andere Betroffene, die bisher nicht ausgesagt haben.

Update 10.Juli 2020
Dank eines Postings von Helene Bockhorst, das auf den sozialen Medien viral gegangen ist und von vielen prominenten Personen geteilt wurde, kamen in den letzten Tagen sehr viele Spenden zusammen.
Allein über unseren neu eingerichtete Paypal-Link sind mittlerweile (Stand heute) 34.053,99 Euro zusammen gekommen. Gemeinsam mit den Spenden auf unserem Bankkonto können damit alle Kosten aus den Zivilverfahren beglichen werden. Darüber sind wir und die Betroffenen sehr beglückt. Vielen Dank allen, die gespendet und den Aufruf verbreitet haben!
Weitere Spenden sind uns dennoch weiterhin willkommen und werden auch weiter benötigt. Mit mehr Geld könnte den Betroffenen ermöglicht werden, in die nächste Instanz und gegebenenfalls in Berufung zu gehen. Diese Möglichkeit ist durchaus realistisch. Damit könnte unter Umständen so etwas wie ein Präzedenzfall geschaffen werden.
Außerdem steht mindestens noch ein Strafverfahren in dieser Sache bevor, wir wissen leider auch von weiteren Fällen. Unser Ziel wäre es, jeder betroffenen Person die bestmögliche anwaltliche Unterstützung ermöglichen zu können. Dafür läuft diese Kampagne weiter.

Spenden und Bestätigungen
Spenden nehmen wir dankend unter unterstehenden Kontodaten entgegen. Als Verwendungszweck bitten wir darum, „Safespace“ anzugeben.
Wir können Spendenbestätigungen ausstellen, auf Wunsch auch angepasst an die jeweiligen rechtlichen Gegebenheiten des deutschsprachigen Landes.
Wir bitten in diesem Fall um eine kurze Nachricht mit der Adresse an office@slamalphas.org und gegebenenfalls um Geduld, wenn es uns nicht möglich ist, sofort zu reagieren (unser Vorstand arbeitet ehrenamtlich).

SLAM ALPHAS

IBAN: AT45 2011 1837 5713 4300
BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: SafeSpace

Oder via Paypal:
https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=7T5LFNX523VKJ&source=url

Jede Summe hilft und an dieser Stelle ist wirklich die gelebte Solidarität gefragt!
Es handelt sich um ein Konto in Österreich. In seltenen Fällen bedeutet das, dass eine Überweisung nur am Bankschalter möglich ist. Wir bitten sehr darum, diesen vergleichsweise geringen Aufwand ggf. auf sich zu nehmen.

Was mit dem Geld passiert
Momentan wird das Geld ganz klar für die Deckung von Prozesskosten benötigt.
Eine genaue Summe kann erst nach sämtlichen Urteilen und Anwaltsrechnungen ermittelt werden. Unsere Einschätzung errechnet sich aber an den bereits bekannten Zahlen.
Update 10. Juli 2020: Diese Summe ist nun aller Voraussicht nach erreicht.
Sollte dennoch Geld übrig bleiben, fließen die Gelder zunächst zurück in den Topf für die Kampagne. Vorrangig möchten wir das Geld dann auch weiterhin nutzen, um Anwalts- und Gerichtskosten für Betroffene übernehmen zu können. Strafverfahren im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt in der Slamszene stehen ebenfalls noch aus und auch hierfür würden wir gerne die Kosten tragen können.
Auch für andere, die eventuell bisher nicht den Mut oder die Kraft finden konnten, rechtliche Schritte einzuleiten, kann eine gute finanzielle Lage unseres Vereins eine Bestärkung darstellen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die durch ihre Spenden dazu beitragen, dass wir unsere Arbeit leisten können und Frauen* und Mädchen* ihre Rechte in vollem Umfang wahrnehmen können und auch bei Unzulänglichkeiten des Systems nicht allein gelassen werden.

SLAM ALPHAS, Landgutgasse 4/2/31, 1100 Wien